Anne Kirschner
Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit narrative teilbiografische Interviews mit vorzeitig ausgestiegenen Lehrkräften als Scheiternserzählungen betrachtet werden können. Von hier ausgehend werden Zugangs(un)möglichkeiten zu Phänomenen des Nichtgelingens und Verfehlens im Raum Schule mithilfe einer Zusammenschau von diskurs-, narrations- und biografieanalytischen Zugängen unter besonderer Berücksichtigung organisationstheoretischer Perspektiven reflektiert. Dabei geht es zum einen darum, Möglichkeiten und Grenzen der empirischen Rekonstruktion des Scheiterns abzustecken sowie zum anderen um die Frage, wie Erfahrungen des Scheiterns als pädagogischer Problemhorizont sichtbar gemacht werden können.