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◇ Open MIND2026-08-01· Medicine

Folge 1.1: Zwischen Leitlinie und Lebensrealität: wie Hausärzt:innen onkologische Nebenwirkungen besser begleiten können

Jakob Hösel, Luisa Findeis-Gerold

原始摘要(英文原文)· Original abstract
Onkologische Versorgung beginnt und endet nicht in der Klinik, sondern ist wesentlich im hausärztlichen, pflegerischen und häuslichen Alltag verankert. Ausgehend von einem realen Fall unseres hausärztlichen Kollegen Dr. med. Markus Krause beleuchtet die Folge, wie Beschwerden unter Tumortherapie pragmatisch und strukturiert eingeordnet werden können. Diesmal haben wir Frau Prof. Dr. med. Jutta Hübner als Onkologin und Professorin für integrative Onkologie mit einem großen Herz für Hausärzt:innen in unserer Folge zu Gast. Mit ihr sprechen wir über Schnittstellen und Anknüpfungspunkte in der Begleitung von Menschen mit belastenden Nebenwirkungen einer Tumortherapie. Symptome können therapiebedingt, Ausdruck der Tumorerkrankung oder Folge anderer behandelbarer Ursachen sein. Entscheidend sind klinische Plausibilität, das Erkennen von Red Flags und die Klärung realistischer Therapieziele – insbesondere in palliativen Situationen. Zugleich zeigt sich, dass nicht nur schwere, sondern auch vermeintlich leichte Nebenwirkungen die Lebensqualität, Teilhabe und Adhärenz erheblich beeinträchtigen können. Mit dem Wandel zu multimodalen, zielgerichteten und immunonkologischen Therapien steigen die Anforderungen an eine systematische hausärztliche Begleitung und interprofessionelle Abstimmung. Regelmäßiges Symptommonitoring, sensible Kommunikation und die enge Vernetzung von Onkologie, Hausarztpraxis, Pflege und psychosozialen Unterstützungsangeboten sind damit kein Zusatz, sondern ein zentraler Bestandteil wirksamer onkologischer Versorgung.
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