Lotta Balters, Pawel R. Kulawiak, Helen Rathgeber, Christa Grüber-Stankowski, Charlotte Hanisch
Zusammenfassung: Theoretischer Hintergrund: Emotionale und Verhaltensprobleme erhöhen das Risiko für schulischen Misserfolg. Besonders wirksam sind multimodale Interventionen. Die MuTig-Intervention ergänzt die übliche, kindzentrierte Frühförderung (interdisziplinäre Frühförderung, IFF) durch Maßnahmen zur Kooperation von Eltern, Kindertageseinrichtung (KiTa) und Schule. Fragestellung: Wird die Schulbereitschaft durch die multimodale Intervention besser gefördert als durch die übliche IFF? Methode: Acht IFF-Zentren wurden entweder MuTig (IG) oder der üblichen IFF (KG) zugewiesen. Eltern ( n = 124) bewerteten das Verhalten ihres Kindes zu vier Messzeitpunkten. Zeitverläufe wurden anhand von Linear Mixed Models zwischen den Gruppen verglichen. Ergebnisse: Signifikante Interaktionseffekte (Gruppe x Zeit) zeigen eine Zunahme von Verhaltensproblemen in der KG zum Zeitpunkt des Schuleintritts, während sie in der IG abnahmen. Diskussion und Schlussfolgerung: Die Studie gibt Hinweise auf die Bedeutung multimodaler Ansätze zur Förderung der Schulbereitschaft im Kontext Frühförderung.