Juliane Forßmann
Der Leitfaden destilliert erfolgreiche Urban-Gardening-Strategien und wirksame pädagogische Interventionen aus einem dreijährigen sozialen Gemeinschaftsgartenprojekt auf dem Grund einer Familiensammelunterkunft für geflüchtete Familien. Sammelunterkünfte sind für geflüchtete Menschen in der Regel Lebensräume, die kaum Gestaltungsfreiraum bieten, in denen sie aber oft jahrelang untergebracht sind. Ein Gemeinschaftsgarten bietet einerseits Gestaltungsmöglichkeiten, andererseits ist er ein Ort, an dem Prozesse für das Miteinander ausgehandelt werden. Nicht zuletzt eröffnet er Möglichkeiten, in der Stadt dem Artensterben entgegenzuwirken. Der Wassermelonengarten dient Studierenden der Sozialen Arbeit und Bewohner*innen als Labor für einfache und kostengünstige Urban-Garden-Techniken und Beziehungs- und Projektgestaltung in der Gruppe, immer mit einem Ziel vor Auge: die Lebensqualität aller Beteiligten zu verbessern. Der Leitfaden versteht sich als Ressource für alle, die in Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit und in Bildungseinrichtungen Urban-Gardening-Projekte entwickeln wollen, die darauf abzielen, den sozialen Zusammenhalt zu stärken und Lebensgrundlagen wie gesunde Böden und Biodiversität zu erhalten. Hybrid angelegt bietet er praktische gärtnerische und theoretisch fundierte pädagogische Hinweise und reflektiert die Potentiale von Gemeinschaftsgärten in einer Zeit der sozialen Spaltung und des ökologischen Niedergangs.