科研速览 · Science Skim继续刷下去 · Keep skimming →
◇ Publication Server of the Catholic University Eichstätt-Ingolstadt (Catholic University of Eichstätt-Ingolstadt)2026-01-01· Psychology

Biographische Determinanten der Disposition zu psychischer Erkrankung –Evaluation des VDS 1-Fragebogens zur Lebens- und Krankheitsgeschichte

Susanna Schönwald, Gräff-Rudolph, Ute, Sulz, Serge K. D.

原始摘要(英文原文)· Original abstract
Hintergrund und Ziel: Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung biografischer Faktoren für die Entstehungpsychischer Erkrankungen im Erwachsenenalter. Im Fokus steht die Evaluation des VDS1-Fragebogens zur Lebens- undKrankheitsgeschichte, eines der am häufigsten genutzten Anamneseinstrumente in der ambulanten Psychotherapie. Das Zielwar es, den Zusammenhang zwischen frühkindlichen Belastungen, frustrierten Grundbedürfnissen und der späterenSymptomatik empirisch zu belegen.Methodik: Es wurden Daten von insgesamt 308 Patienten aus zwei Studien (Hagspiel-Studie, n=208; Schönwald-Studie,n=100) ausgewertet. Die methodische Vorgehensweise kombinierte eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring der über480 offenen Fragen des VDS1 mit einer quantitativen Validierung durch weitere standardisierte VDS-Instrumente (u. a.VDS90, VDS30, VDS27).Ergebnisse: Die Studien belegen ein massiv erhöhtes Ausmaß an Belastungen in der Kindheit, wobei dieHäufigkeitsverteilung über fast alle biografischen Variablen hinweg zwischen 70 und 100 Prozent lag. Besonders häufigwurden Frustrationen der Bindungs- und Selbstwertbedürfnisse sowie eine hohe Prävalenz elterlicher Pathologien (z. B.Depressionen, Aggressionen) berichtet. Diese Erfahrungen korrespondieren signifikant mit einem unsicheren Bindungsstil,massiven Defiziten in der Emotionsregulation (nahezu 100 % der Patienten) sowie der Ausprägung selbstunsicherer unddependenter Persönlichkeitszüge im Erwachsenenalter.Schlussfolgerung: Der VDS1 dient als wissenschaftlich validierter „Determinantenbeweis“ für die affektiv-kognitiveEntwicklungstheorie nach Sulz. Die Ergebnisse bestätigen, dass frühkindliche Belastungen die primäre Vulnerabilität fürpsychische Störungen schaffen, indem sie zur Bildung maladaptiver Schemata und dysfunktionaler „Überlebensregeln“ führen. Die Kenntnis dieser biografischen Ätiopathogenese ist essenziell für eine ursachenorientierte Fallkonzeption und gezielte präventive Maßnahmen.
读原文 · Read the paper ↗

AI 追问PRO

登录后使用 AI 追问

讨论区

登录后参与讨论

相关论文 · Related

Biographische Determinanten der Disposition zu psychischer Erkrankung –Evaluation des VDS 1-Fragebogens zur Lebens- und Krankheitsgeschichte — 科研速览 Science Skim