Philipp Dahlmann, Mathias Burgmaier, Frank Flake, Susanne Katharina Heininger, Sebastian Lange, Christoph Redelsteiner, Johannes Gottschalk, Patrick Ristau, die 2. Regensburger Expertenrunde zum vorbeugenden Rettungsdienst 2025, Andreas Bauer, Alexandra Beck, Veronika Böhmer, Mathias Burgmaier, Christopher Cyrus, Florian Breuer, Frank Flake, Sebastian Gerosch, André Gnirke, Johannes Gottschalk, Susanne Katharina Heininger, Björn Heinrich, Ben Huber, René Kerschbaumer, Marlon Konertz, Sebastian Lange, Marc Lechner, Marie Leistikow, Johanna Sophie Lubasch, Klaus Meyer, Jan Moll, Markus K. Müller, Christoph Redelsteiner, Nina Rahder, Christian Rester, Patrick Ristau, Charlotte Rust, Insa Seeger, Andrea Tragschitz
Zusammenfassung Hintergrund Der Rettungsdienst in Deutschland sieht sich mit wachsenden Herausforderungen und einem veränderten Einsatzspektrum konfrontiert; hieraus ergeben sich strukturelle Anpassungsbedarfe hin zu einem vorbeugenden Rettungsdienst. International wird dieses Konzept vielerorts bereits erfolgreich angewendet, und auch in Deutschland zeigen erste Pilotprojekte großes Potenzial für diese neue Versorgungsform. Methodik Im Rahmen des 2. Regensburger Expertenforum vorbeugender Rettungsdienst 2025 diskutierten 29 Fachleute in 3 Workshops die Bedeutung des proaktiven Handelns für den vorbeugenden Rettungsdienst sowie die damit einhergehenden strukturellen Voraussetzungen und Kompetenzen und konsentierten die hier vorgestellten Kernaussagen. Ergebnisse Die Bedeutung des proaktiven Handelns wurde unterstrichen und die rechtliche und strukturelle Verankerung – u. a. im SGB V und in den Landesrettungsdienstgesetzen – als Voraussetzung für diesen neuen Leistungsbereich herausgearbeitet. Weiterhin wurden die zukünftig erweiterten Rollen der Rettungsleitstellen beleuchtet und ein breites Kompetenzspektrum beschrieben. Zudem wurden die Implikationen für eine passgenaue Qualitätssicherung diskutiert. Schlussfolgerungen Sektorenübergreifende Vernetzung und proaktives, selbstständiges Aufsuchen ohne vorherige Alarmierung setzen eine Verankerung innerhalb von bestehenden Hilfeleistungssystemen voraus und leitet den Wandel des Rettungsdienstes zu einem proaktiv agierenden System ein.